VFDB OV Leer Z31: DMR-Relais DB0WO on Air

Seit dem 05.10.2014 befindet sich auf dem Leeraner Wasserturm ein DMR-Relais (DMR = Digital Mobile Radio). Mit DMR ist es möglich, auf einem einzelnen 12,5-kHz-Kanal zwei gleichzeitige und voneinander unabhängige Amateurfunkverbindungen zu unterstützen. Verwendet wird dafür das Zeitmultiplex-Verfahren (TDMA). Unter diesem Standard behält TDMA (Time Division Multiple Access) die 12,5-kHz-Kanalbreite bei und teilt sie in zwei abwechselnde Zeitschlitze A und B ein. Jeder Zeitschlitz ist dann als separater virtueller Kanal zu sehen. Auf einem HF-Träger arbeiten zwei voneinander unabhängige Zeitschlitze, welche einen logischen Kanal abbilden. Somit stehen bei gleichbleibender Frequenzspektrumausnutzung gegenüber der Frequenzmodulation die doppelte Anzahl von Sprechwegen zur Verfügung.

Nachfolgende Argumente sprechen im Vergleich mit anderen Verfahren und Systemen für den Einsatz im Amateurfunk:

  1. Herstellerunabhängigkeit
  2. Bandplan- und Kanalrasterkompatibel
  3. großes Gebrauchtgerätepotential auf dem Markt, da Betriebsfunkstandard
  4. auf Nutzerseite: längere Batterie-/Akkulaufzeit durch intermittierendes Sendeverfahren
  5. hochwertige Sprachübertragung und Nebengeräuschunterdrückung durch aktuellen AMBE Vocoder/Codec
  6. für Mobilisten werden Fading, Schwund und Reflektionen weitaus besser kompensiert als beim D-Star-Verfahren.

Daten des DMR-Relais:

Sendefrequenz 438.300 Mhz (RU 664)
Empfangsfrequenz 430.700 Mhz (RU 664)
Sendeart A7W
Bandbreite 12,5 kHz
Ausgangsleistung 11.7 dbW ^ 14.79 Watt
Antenne gestockte vertikale Rundstrahlantenne
Antennenhersteller-/Typ Diamond X-5000 N

(CTCSS Ton 74,4 Hz verwenden!)

Weitere Informationen zum Thema DMR finden sich auf Amateurfunk-WIKI.


Kano: Computer-Kit für Kids (Bericht von heise.de)

Ein Jahr nach dem Erfolg auf Kickstarter kann das Computer-Einsteiger-Set Kano nun auch direkt bestellt werden. Für 150 Euro gibt es einen Rechner mit freiem Betriebssystem und Zubehör wie Tastatur und Lautsprecher. Nur ein Bildschirm fehlt.


Z31-Bastelprojekt: Antennenstrommeßgerät

Für die kommende Herbst/Winter 2014 Saison ist als nächstes Bastelprojekt der Bau eines Antennenstrommessers (veröffentlicht durch DL5ABF) mit leichten Modifikationen nach DL2BV vorgesehen.

Mit einem Antennenstrommesser ist es möglich, den relativen Antennenstrom zu messen. Es handelt sich um das Verhältnis des Antennenstroms zur jeweiligen Stellung der Auskopplung eines zwischen TRX und Antenne geschalteten Tuners. Somit kann man für die verwendete Antenne, welche beim Anpassen mehrere SWR-Punkte für eine Frequenz aufweisen kann, die jeweils optimalste Auskopplung ermitteln.

Da während der Suche nach der besten Auskopplung die Frequenz nicht verändert wird, und die Impedanz der Antenne gleich bleibt, gilt die Aussage “Je größer der angezeigte Antennenstrom, desto größer ist auch die über die Antenne abgestrahlte Ausgangsleistung”.

Während beim Ursprungsmodell des Antennenstrommeßgerätes die PL-Buchsen links und rechts des Gehäuses angebracht sind, sind die Buchsen in der DL2BV-Version an der Rückseite des Gehäuse angebracht.

Anmeldungen für diese Bastelaktion werden schon jetzt über den Veranstaltungskalender oder über Jannes (DL2BV) entgegengenommen. Ein Termin steht noch nicht fest, wird aber zeitnah bekanntgegeben.

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Papenburger Rundfunkmuseum Rudi Evers

Das in Papenburg, Am Stadion 1 beheimatete private Rundfunkmuseum von Malermeister Rudi Evers war am 27.09.2014 Ziel von Funkamateuren des VFDB OV Leer und seinen Gästen. Mit von der Partie war neben dem stellvertretenden Vorsitzenden und Geschäftsführer des VFDB e.V. Bernd Neuser (DK1HI) auch OM Günter Karge (DJ6VH).

Eigentlich muß man über das Papenburger Rundfunkmuseum von Rudi Evers nicht mehr viele Worte verlieren; es ist über die Jahre weit über Deutschlands Grenzen hinaus bekannt geworden. In dieser Eigenschaft ist das Museum dann auch folgerichtig immer wieder Anlaufpunkt für Schulklassen, Studentengruppen und last but not least Funkamateuren von diversen Ortsverbänden aus DARC und VFDB.

Rudi Evers hat durch Übernahme anderer Sammlungen, privater Sachspenden und eigener mühevoller Kleinarbeit eine respektable Sammlung von Exponaten deutscher und internationaler Rundfunkgeschichte zusammengetragen. Rudi Evers ist Sammler aus Leidenschaft. So sind in seinem Museum Geräte vom einfachen Detektorempfänger aus dem Jahr 1925 über den Volksempfänger VE 301, der 1933 auf den Markt kam, bis hin zu Exemplaren der 50er, 60er und 70er Jahre zu sehen.

Bemerkenswert ist, daß sich die Sammlung in einem überaus guten, wenn nicht sogar neuwertigen Zustand befindet. Damit dies so ist und bleibt, sorgt die von einem Radio- und Fernsehtechniker geleitete hauseigene Rundfunkwerkstatt dafür, daß neu in die Sammlung aufzunehmende Geräte restauriert, repariert und Bestandsgeräte gewartet werden. Nach Angaben von Rudi Evers sind rund 80% der ca. 3000 ausgestellten Exponate funktionsfähig.

Leider wird die Bedeutung dieser umfangreichen Sammlung als Kulturgut, Erinnerungsstätte der Rundfunkgeschichte sowie als mögliches Aushängeschild für die Stadt Papenburg von den verantwortlichen Politikern aller Couleur weitestgehend verkannt. Von den bei Stippvisiten üblichen Lippenbekenntnissen und Absichtserklärungen bleibt letztendlich nur heiße Luft übrig.

Hier ein paar Impressionen:

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Polizei stellt Schwarzsender sicher

Polizei stellt Schwarzsender sicher

Nordhorn – ( Das Foto zeigt die sichergestellte Sendeanlage )

Am Sonntag wurde am Poolweg, in der Nähe der niederländischen Grenze, eine mobile Schwarzsenderanlage festgestellt. Diese Anlage wurde dort vermutlich am Samstag zuvor aufgebaut. Auf dem Gestell befand sich ein Sendemast mit einer Höhe von etwa 15 Metern, der mit Seile verspannt war. Auf dem Metallgestell war ein Gerätehaus mit eingebauter Sendetechnik installiert. Zum Betreiben des Senders wurde ein Stromverteilerkasten aufgebrochen und ein Stromkabel angeklemmt. Bereits in der letzten Woche wurden Beschädigungen an der Umzäunung der Verteilerstation durch NVB-Mitarbeiter registriert und wieder behoben. Nach Auskunft der Bundesnetzagentur ist der Einsatz solcher mobilen Anlagen bekannt. Diese werden für einen Wochenendbetrieb einer Partyveranstaltung im Regelfall am Samstag aus den Niederlanden an den Ort gebracht. Betrieben wird die Anlage über das Internet aus den Niederlanden. Die eingebaute Sendetechnik wurde noch am Sonntag ausgebaut und sichergestellt. Die mobile Anlage konnte am Sonntagabend trotz Einsatz eines Abschleppunternehmers aufgrund der Beschaffenheit nicht abgebaut und abgeschleppt werden. Die Betreiber dieser Anlage müssen zum Transport über einen Traktor oder Lkw verfügen. Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei in Nordhorn unter der Telefonnummer (05921) 3090 zu melden..


E-Plus-Übernahme abgeschlossen

Telefonica Deutschland vermeldet Vollzug: Wie das Unternehmen am Mittwoch bekannt gab, hat der Mobilfunkanbieter die Übernahme der E-Plus-Gruppe erfolgreich zum Abschluss gebracht. Mit der endgültigen Freigabe durch die EU-Komission und dem Vollzug der Barkapitalerhöhung wurden nun die letzten Hürden genommen, die der geplanten Fusion mit E-Plus bisher noch entgegen standen.

Telefonica, das hierzulande die Kernmarke O2 vertreibt, hatte sein Vorhaben im Sommer 2013 bekannt gegeben und die Übernahme Ende Oktober bei der EU-Kommision angemeldet. Nach knapp acht-monatiger Prüfung hatte diese dann im Juli auch grünes Licht für die Mammut-Übernahme gegeben, die einen Wert von rund acht Milliarden Euro hat und neue Verhältnisse auf dem deutschen Mobilfunkmarkt schafft.

Denn statt der bisherigen vier sind mit der nun vollzogenen Fusion künftig nur noch drei Mobilfunkanbieter hierzulande aktiv. Dabei ist Telefonica durch die Übernahme des kleineren Konkurrenten zu einem neuen Big Player in Deutschland aufgestiegen, der sich künftig auf Augenhöhe mit Vodafone und der Deutschen Telekom befindet. Rein an Kundenzahlen gemessen ist Telefonica ab sofort der größte Mobilfunkanbieter des Landes.

Mit dem Abschluss der Übernahme wird die E-Plus nun zu einer 100-prozentigen Tochter von Telefonica Deutschland. Kunden müssten vorerst keine Veränderungen durch den Deal fürchten, teilte das Unternehmen weiter mit. Man wolle in den kommenden Monaten zunehmend detaillierter über die Ausgestaltung des Unternehmens sowie die konkrete Umsetzung der operativen Strategie entschieden.

QUELLE : Dr.Dish TV – Welt der Technik

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Telefónica Deutschland schließt Erwerb der E-Plus-Gruppe ab

Wie Telefónica Deutschland aktuell mitteilt, schließt man den Erwerb der E-Plus-Gruppe ab. Nach der Freigabe durch die Europäischen Kommission und der Barkapitalerhöhung waren alle Voraussetzungen für diesen Schritt geschaffen.

Durch die Fusion der Unternehmen entsteht einer der größten Telekommunikationsanbieter in Deutschland, der aktuell auf fast 47 Millionen Kundenanschlüsse und einen Umsatz von rund 7,9 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2013 blicken kann. — > MEHR <—


R2-Level-Radio-Blackout

Ein R2-Level-Radio-Blackout ist gegen 5:00 Uhr (3:00 Uhr UTC)aufgetreten, auf der sonnenbeschienenen Seite der Erde, was zu einem Ausfall des Kurzwellenradio über diese Region der Erde führt. Dies wurde durch ein starkes M-Klasse Röntgen Flare verursacht. Dies verursacht wahrscheinlich einen koronalen Massenauswurf, der wahrscheinlich in Richtung Erde geleitet wird. Das CME (falls vorhanden) könnte einen geomagnetischen Sturm überall von ein bis drei Tagen ab heute führen. Bleiben Sie dran!

Live data: http://SunSpotWatch.com/
Get the space weather course here: http://NW7US.us/swc

Quelle: fb.com/spacewx.hfradio

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33. INTERRADIO 2014 am 8. November in der Halle 2 Hannover Messegelände

Ankündigung erster Treffen

Anmeldephase Gewerbliche, Flohmarkt

Aktion neue Besucher

Den Auftakt macht DARC Vorstandsmitglied Thomas von Grote DB6OE und Oliver Häusler DH8OH vom Distrikt Niedersachsen, mit den Treffen der Distrikte. Dieses Arbeitstreffen fördert den Zusammenhaltund die Verständigung untereinander. Früher war es eine Zusammenkunft des so genannten„Nordklüngels“. Heute sehen sich viele Entsandte und Freunde aus allen Teilen des DARC, desVFDB und aus Dänemark vom EDR. in Hannover. Eingeladen ist auch der weitere Vorstand des DARC.

DMR ist in aller Munde. Hierzu wird es einen Vortrag kombiniert mit einem Treffen in Hannover angeboten. Alles was rund um DMR wissenswertes gibt und die führenden kommerziellen Anbieter sind aus diesem Grund in Hannover extra anwesend, mit den neuesten Entwicklungen. Die Betriebsart ist als Repowering reiner analoger oder neu geplanter Relaisfunkstellen erste Wahl, da hier systembedingt funktechnische Vorteile gegenüber D-Star sich klar im Betrieb zeigen. Auch ein analoger Betrieb ist mit der Technik gleichzeitig möglich.

Ein HAMNET-Treffen wird Interessenten und Anwendern die Möglichkeit geben sich hier zusammen auszutauschen. Die neuesten Entwicklungen und Netzausbauten werden vorgestellt und eventuell neu geknüpft. HAMNET wird zunehmend die Datenautobahn für den Amateurfunkdienst außerhalb des Internets. Erfolgreiche Verlinkungen von digitalen Amateurfunkbetriebsarten und Relais sind bereits realisiert und weiter das Ziel dieser Gruppe.

Die Gruppe um die digitale Verlinkung mittels SVXLINK plant in Hannover die weit reichenden Möglichkeiten dieser Software für Relaisverschaltungen darzustellen. Über die Software, die auf einen Rasperry PI uns anderen Kleinstrechner läuft, können als besonders positives Beispiel analoge Relais in schwach frequentierten Gegenden zum Gleichwellenfunk für Ortsverbände oder ganzer Gebiete zusammengeführt werden. Alles auch ganz ohne das bekannte Echolinksystem mit seinen Schwächen bei Übertragung und Umschaltung bei Senden und Empfangen. Neben dem reinen Relaisverkehr sind Wettermeldungen und eine Sprachmailbox nur ein Teil der Möglichkeiten die über die Software gesteuert werden kann.

APRS plus. Ein neuer Gedankenanschub wird ein Treffen zur Weiterentwicklung des weltweit verbreiteten Amateurfunkpositionssystems geben. Die Initiatoren wünschen sich neben dem reinen Positionsprogramm auch Fahrparameter oder Bildinformationen an andere Nutzer zu übertragen. Mit bekannten Mitteln in Kfz wie Webcams, könnte hier gerade für Mobilisten ein neuer Anreiz gegeben werden ihre Reisen auch für Andere Nutzer visionell zu präsentieren. Das relativ dichte vorhandene APRS-Netz wird zunehmend auch mit Equipment wie Rasperry-Kleinrechner und Empfangskonvertern aus dem nicht Amateurfunk bereich kostengünstig ausgerüstet, die unter Veränderung der Software auch höhere Datenraten wir den bekannten 1k2 zulassen. Zudem sind die Stationen meist direkt ans Internet oder HAMNET angebunden. Die besten Vorraussetzungen digitale Daten weiterzuleiten.

Anmeldephase für kommerzielle Aussteller

Die Anmeldung kommerzieller Aussteller läuft bereits. Gern erfüllt das Team der INTERRADIO besondere Wünsche für die Standanordnung.

An Flohmarktanmeldung denken!

Aufgrund der erfahrungsgemäß großen Nachfrage bitten wir, die Reservierung rechtzeitig vorzunehmen und nicht erst mit Anmeldeschluss am 25. Oktober. Ratsam ist bereits die Vorbestellung von Eintrittskarten zusammen mit der Tischanmeldung. Der Aufbau am Freitag vor der Messe sichert bei frühzeitiger Anreise eine stressfreie Standeinrichtung mit Zufahrt bis zum Flohmarkttisch. Flohmarktanbieter werden gebeten ihre Anmeldung im Internet herunter zuladen unter: www.interradio.eu

Bitte melden Sie sich bevorzugt per Mail oder Fax an.

Aktion „Neue Besucher für die INTERRADIO“

Der Ausrichter der INTERRADIO ATN e.V. Amateurfunktreffen Niedersachsen, möchte gern Besucher aus

anderen Distrikten die bisher nicht in spürbarer Menge zur Messe kamen in Hannover begrüßen. Dazu

wird auf der Internetseite der Vorkartenverkauf für die OM’s aus den Bereichen besonders interessant gemacht. Jeweils bei mindestens vier am Stück georderten Vorverkaufskarten ist jede 4. Karte kostenfrei. Wir gehen von Fahrgemeinschaften aus bei dem der Fahrer damit eintrittsfrei bleibt. Zudem möchten wir

damit Gruppenfahrten im Zug oder Bus zur INTERRADIO auch fördern. Von der Maßnahme „Neue Besucher für die INTERRADIO“ sind die Distrikte H,I,E, wegen der Nähe und Besucherquote ausgenommen. Mehr unter www.interradio.eu

Unsere Kontaktdaten der INTERRADIO:

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ATN Amateurfunk-Treffen Niedersachsen e.V.

Schützenweg 5

37589 Kalefeld

Tel.: 05553-676801-0

Flohmarkthotline: 05553-676801-1

Fax.: 05553-676801-2

E-Mail: info@interradio.eu


4M: Mondmission für Funkamateure

LuxSpace will Ende Oktober einen Kleinsatelliten in den Mondumlauf schicken, dessen Signale Funkamateure sammeln sollen. Der Empfang soll mit vergleichsweise einfachen Mitteln möglich sein.

Zum Gedenken an ihren im April verstorbenen Gründer Manfred Fuchs will LuxSpace, die Luxemburger Tochter des Bremer Raumfahrtunternehmens OHB, einen Kleinsatelliten zum Mond schicken: Bei der Manfred Memorial Moon Mission (4M) soll das Fahrzeug in knapp 100 Stunden den Mond erreichen und währenddessen rund 4000 vorab gesammelte Kurznachrichten aussenden. Mit etwas Glück geht der antriebslose Satellit anschließend in einen zeitweise stabilen, fernen Erdorbit über, was die Beobachtungsdauer verlängern könnte.

4M soll als Teil der Nutzlast einer chinesischen Versuchsrakete am 23. Oktober starten. Die Mission verbindet LuxSpace mit einer wissenschaftlichen Aufgabe: 4M sendet auch Telemetriedaten, darunter den von einem Strahlungssensor gemeldeten Pegel. Außerdem will LuxSpace eine neuartige Methode zur Positionsbestimmung erproben (inverse Triangulation). Weil der Satellit vorwiegend von der Südhalbkugel aus sichtbar ist und LuxSpace anscheinend nur eine Bodenstation in Belgien betreibt, ist die Firma für einen kontinuierlichen Datenstrom auf die Mitarbeit weltweit verteilter Funkamateure angewiesen. Als Anreiz schreibt LuxSpace das als Wettbewerb mit Preisen in verschiedenen Kategorien aus.

Der Satellit sendet zwar nur mit geringer Leistung von 1,5 Watt über einen λ/4-Stab im 2-m-Amateurband (145,980 MHz), was wegen der hohen Streckendämpfung auf ein sehr schwaches Empfangssignal hinausläuft. Dank der schmalbandigen und robusten WSJT-Übertragung dürften Funkamateure es dennoch schon mit vergleichsweise einfacher Ausstattung auffangen können: Ein Gewinn von 12 dBi soll genügen, wenn die zirkular polarisierte Antenne mit einem verlustarm angekoppelten Empfangsverstärker (LNA, Low Noise Amplifier) ausgestattet ist. Als Empfänger eignet sich ein SDR-USB-Stick wie der FunCube Dongle. Wichtig sei, die von LuxSpace bereitgestellte WSJT-Version 10.0r4188 oder eine neuere einzusetzen, weil sie Optimierungen für 4M enthalte.

Durch die Position des Mondes während der Mission ist zwar die Südhalbkugel im Vorteil, aber das bedeutet nicht, dass Europäer es erst gar nicht zu versuchen bräuchten: Hinweise zum zeitlichen Ablauf der Mission und zur Sichtbarkeit des Satelliten gibt der LuxSpace-Aufsatz. Ein Online-Tracking-Tool hilft beim Ausrichten der Antenne.

Ein deutlich ambitionierteres Ziel hat sich übrigens der Amateurverband Amsat-DL gesteckt: Bei der zurzeit für 2018 geplanten Mission zum Mars sind die Empfangsvoraussetzungen mit einem 2 bis 3 Meter durchmessenden Antennenspiegel indes wesentlich herausfordernder.

Der ungefähr aktenkoffergroße 4M-Satellit soll Ende Oktober den Mond umrunden und dabei Kurznachrichten und Telemetriedaten an Funkamateure senden.Bildquelle:LuxSpace

Der ungefähr aktenkoffergroße 4M-Satellit soll Ende Oktober den Mond umrunden und dabei Kurznachrichten und Telemetriedaten an Funkamateure senden.

(QUELLE : heise.de/ea Bildquelle: LuxSpace)

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