Langwellensender Herzogstand – 1920 größte Sendeanlage

Dieser Tage wird in Bayern die drittgrößte Kurzwellensendeanlage der Welt abgebaut. Fast vergessen ist, dass vor nun bald 100 Jahren in Bayern der weltgrößte Langwellensender aufgebaut war – mit einer sogenannten "Bergantenne", die auf aufwendige Antennentürme dadurch verzichtete, dass sie einen Berghang hinab gespannt wurde – und dann in eine Vorzugsrichtung um die ganze Welt senden konnte.

Am Herzogstand, versorgt vom nahen Walchensee-Kraftwerk, wurde von nur wenigen Arbeitern diese riesige Anlage aufgebaut und 1920 in Betrieb genommen. Allerdings war die Anlage schon nach wenigen Jahren technisch überholt, weil die Funkamateure entdeckt hatten, dass Kurzwellen für derartige Übertragungen weit effektiver sind, mit weniger Leistung und kleineren Antennen auskommen. Daher wurde die Anlage später für Ionosphärenforschung genutzt und um 1970 ganz abgebaut.

Der LKW-Fahrer Helmut Renner und der Funkamateur Martin Rothe, DF3MC, haben die Geschichte dieser Anlage erforscht. Der Bayrische Rundfunk hat hierzu einen Radio- und einen Fernsehbeitrag veröffentlicht.

DL2MCD (Red.Funkamateur)

Verschwundene Berg-Antenne: Die Funkstation auf dem Herzogstand

Baofeng-Programmierung: ANI-Burst entfernen

Die zu einem recht günstigen Kurs erhältlichen Baofeng-Handfunkgeräte erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, nicht nur unter Funkamateuren. Da das Hauptaugenmerk der Konstrukteure dieses Gerätes in einer breiten Nutzungsmöglichkeit für verschiedenste Anwender lag, bieten die Baofeng-Geräte auch Features, welche bei Funkamateuren nicht unbedingt gewünscht sind.

So sind Nutzer eines Baofeng-Handfunkgerätes z.B. auf dem Leeraner 70cm Relais unschwer am ANI-Burst (ANI = automatic numbering identification) nach Loslassen der Sprechtaste zu identifizieren. Dieser Burst wird als störend empfunden.

Wer seinem QSO-Partner diese Zumutung ersparen möchte, kommt nicht umhin, selbst tätig zu werden und sein Baofeng-Gerät umzuprogrammieren. Wie dies geht, wird auf folgendem Link exemplarisch gezeigt, alternative Beiträge sind nach etwas Recherche auf einer Internet-Suchmaschine locker zu finden.

Von Belang ist der Menuepunkt “Settings” des zu verwendenden Programmes CHIRP:

Unter dem Reiter “Settings” findet man die aktuell eingestellten Optionen des Baofeng-Gerätes, sowie weitere spezielle Einstellungen, welche man direkt am Gerät nicht verändern kann. Beispielsweise lassen sich unter “Other Settings” die Power-On-Messages verändern. So kann man z.B. das eigene Rufzeichen eingeben, um sein Baofeng eindeutig zu kennzeichnen. In dieser Rubrik läßt sich auch der ANI-Burst durch Setzen einer “Leertaste” deaktivieren.

Nachtrag: Beim Baofeng GT-3 wird der ANI-Burst offensichtlich deaktiviert, wenn beim Menüpunkt 35 “STE” die Einstellung auf “off” gesetzt wird.

Wahrheitsliebe & DARC paßt das zusammen?

Hallo zusammen, leider aus Zeitgründen erst jetzt dazu gekommen, Euch nachfolgende Info ggfs. auch zur allgemeinen Veröffentlichung weiterzuleiten.

Auf der DARC-Webseite findet sich am 22.08.2014 innerhalb der Meldung “DARC legt barrierearme CQ DL für Sehbehinderte neu auf” u.a. das Originalteilzitat:

“Zum vergangenen Jahreswechsel wurde die Serviceleistung CQ DL für Sehbehinderte zunächst eingestellt, da die Produktion des Amateurfunkmagazins CQ DL auf eine neue Desktop-Publishing-Software umgestellt wurde.”

Diese Darstellung ist zumindest teilweise unzutreffend. Als Sprecher der Tönenden CQDL trat ich bereits im Juni 2013 mit sofortiger Wirkung zurück. Und somit fand die “Tönende CQDL” nach über 30 jährigem Bestehen unter Günter Zellmers DL7ZG tatkräftiger Mitarbeit ihr abruptes Ende. Lt. mir vorliegenden Infos fand sich kein Nachfolger nach meinem Rücktritt als Sprecher.

Hier die Rücktrittsgründe:

Im Berliner Distriktssitzungsprotokolls 2013 findet sich betr. des Rs-Teams vom BB-Afu-Magazin unter “Allgemeine Aussprache” folgendes Originalteilzitat: “Die Feststellung, dass sich das gegenwärtige Rundspruchteam vereinsschädigend verhalten hat, wurde von der Versammlung mit Beifall quittiert”.

Ich selbst war auf dieser Distriktsversammlung 2013 anwesend.

Auch anwesend waren u.a. die DARC-Vorstandsmitglieder DL7ATE, DL1DCT und der DV-Brandenburg Tretschok DL2RSF.

1) Besagte Beifallsbekundung fand so nachweislich nicht statt. Vielmehr stellten div. OVVs u.a. die Frage, ob das Vorgehen des DVs Berlin überhaupt der geeignete Weg zur Konfliktbereinigung wäre.

2) Ca. 8 Wochen später erhielt ich von einem Zuhörer das Original-Sitzungsprotokoll 2013 (liegt mir im PDF-Format vor). Darin das besagte Originalteilzitat “Feststellung des vereinsschädigenden Verhaltens durch das Rs-Team”.

Daraufhin erhob ich sofortigen Widerspruch beim DARC-Bundesvorstand. Von dort keine Reaktion trotz mehrfacher Anfrage. Deshalb mein sofortiger Rücktritt als Sprecher der “Tönenden CQDL” ( Juni 2013). In meiner letzten “Tönenden CQDL-Ausgabe” verlas ich eine Meldung in eigener Sache mit Rücktritsbegründung. Günter Zellmer DL7ZG bekam im Vorfeld eine entspr. Info über meinen Rücktritt und konnte meine Beweggründe sehr gut nachvollziehen.

Nach Versand des entspr. Sprachfiles an Günter DL7ZG spielte dieser die “Meldung in eigener Sache” sowohl Steffen Schöppe DL7ATE und DV-Berlin-Mitgliedern vor. Irgendeine Reaktion erfolgte zunächst nicht. Nachdem Günter die gesamte Ausgabe (mehrere 100-Kopien für die Abonennten) angefertigt hatte, kontaktierte ihn der stellvertr. DV-Berlin Andreas Geier DD6YG. Günter wurde unter erhebl. Druck gesetzt, u.a. damit: Wenn du das so verschickst, geben wir zukünftige Erstellungen der “Tönenden CQDL an eine externe preiswerte Firma”.

Günter DL7ZG liess sich davon nicht beeindrucken, sondern stellte seine Tätigkeit mit SOFORTIGER Wirkung ein. Im übrigen vernichtete (löschte) er das gesamte bisher bestehende Audioarchiv der “Tönenden CQDL”.

Das alles passierte wie erwähnt im Juni 2013. Somit sind das Originalteilzitat auf der DARC-Webseite und die genannte Begründung

“Zum vergangenen Jahreswechsel wurde die Serviceleistung CQ DL für Sehbehinderte zunächst eingestellt, da die Produktion des Amateurfunkmagazins CQ DL auf eine neue Desktop-Publishing-Software umgestellt wurde”

wohl beweiskräftig widerlegt und deshalb deffinitiv hinterfragungswürdig. Auf eine konkrete Antwort des DARC darf man gespannt sein. Wie in div. anderen Fällen wartet man darauf wahrscheinlich vergeblich.

73s Manuel DL5AFN

Deshalb wäre die vorerwähnte DARC-Darstellung durchaus nachfragebedürftig.

Siegburger Schüler funken am Montag mit der ISS

Videoübertragung möglich

Für den kommenden Montag, den 1. September 2014, ist um 1312 UTC (15.12 Uhr MESZ) ein direkter Amateurfunkkontakt zwischen Schülern des Gymnasiums Siegburg, Rufzeichen DN6KW, und der Internationalen Raumstation (ISS) geplant. Der Gesprächspartner im Orbit ist der deutsche Astronaut Alexander Gerst, KF5ONO.

Der Sprechfunk-Downlink von der ISS erfolgt wie üblich im 2-m-Band auf 145,800 MHz FM und der Empfang sollte während des Überflugs für etwa 10 Minuten in weiten Teilen Europas möglich sein.

Neben dem Sprechfunksignal könnte als Test zudem eine Videoübertragung auf einem Kanal im 2,4-GHz-Bereich von der ISS kommen. Langfristig ist geplant, solche Schulkontakte regelmäßig mit Videosignalen aus dem Orbit zu begleiten.

Das Rahmenprogramm in der Schule mit Erklärungen und Vorträgen beginnt um 12.30 Uhr MESZ.

tnx Info ON4WF

Quelle Red. Funkamateur/-joi

DB5MH – Keine Spur von Michael Hasemann

Von Martin Wein ( Weser Kurier )

Vom Extremsportler Michael Hasemann aus dem Landkreis Verden fehlt auch einen Monat nach seinem Verschwinden auf Grönland jede Spur. Eine Suche lokaler Polizeibehörden in dem unwegsamen Gebiet blieb ohne Ergebnis.




Die Cheeseburger und panierten Fischfilets in der Kantine, der Zeitschriftenladen und das angeschlossene Hotel suggerieren westlich-urbane Normalität. Doch sobald man durch die Schwingtüren aus dem Flughafengebäude in Kangerlussuaq tritt, steht man mitten in der Natur. Ein paar Wohnblocks aus Beton, notdürftig angepinselt, ein Supermarkt und ein paar Herbergen drängeln sich knapp oberhalb des Polarkreises vor einer steilen Felswand am Ende des gleichnamigen Fjords. Alles ist nur notdürftig zwischen Geröll und Sumpfflächen gesetzt und häufig von Mückenschwärmen umkreist. Weil in geschützter Lage zwischen hohen Bergflanken 300 Tage im Jahr die Sonne scheint, haben Amerikaner und Dänen den Flughafen hier ins Nichts gesetzt. Während der Berlin-Blockade wurden hier die meisten Hilfsgüter für die Luftbrücke umgeschlagen. Noch heute ist er ist die Lebensader Grönlands und ernährt fast alle der 550 Einwohner. Hier landet täglich ein Airbus aus Kopenhagen.

Ein paar Kilometer zunächst asphaltierter Straße führen hinunter zum Hafen, einer Mole mit ein paar Treibstofftanks dahinter. Diesen Weg hat wohl auch Michael Hasemann genommen, auf dem Rücken einen mit 35 Kilo extrem schweren Rucksack inklusive Leichtzelt, Faltkanu und Proviant. Innerhalbvon 14 Tagen wollte der 47 Jahre alte Extremsportler allein 170 Kilometer auf dem Wasser und 110 Kilometer über Land bis zum Dorf Maniitsoq auf einer Insel vor der Westküste gelangen. Während Streckenwanderer von Kangerlussuaq im Regelfall den mit Steinmännchen und mehreren Schutzhütten markierten 170 km langen Arctic Circle Trail nach Sisimuit nehmen, hatte Hasemann einen sehr ambitionierten Zeitplan in vollkommen weglosem Gelände gewählt. Vor allem die Überquerung zweier Gletscher sollte eine Pioniertat werden. Bislang ist die Route nicht im Detail beschrieben. Grönländer nehmen lieber den bequemeren Weg durch die Fjorde und an der Küste entlang.

Diesen gefährlichen Teil seiner Tour hatte Michael Hasemann noch vor sich, als der Berater von T-Systems und passionierte Amateurfunker nach zwei Tagesetappen ein letztes Lebenszeichen gab. Nach eigener Schätzung war er zu diesem Zeitpunkt etwa 43 Kilometer von Kangerlussuaq dem Fjord nach Westen gefolgt, gut die halbe Strecke bis zum Einstieg in die Bergetappe. Er habe sich eine Sehne gereizt und einen geschwollenen Unterarm, so Hasemann. Seitdem fehlt jedes Lebenszeichen von dem verheirateten Vater dreier Kinder.

„Das Problem ist, dass er niemandem in Grönland berichtet hat, wo er genau hinwollte und welche Route er zu nehmen plante“, sagt Idrissia Y. Thestrup von der Tourismus-Organisation „Visit Greenland“ in der Inselhauptstadt Nuuk. Daher sei es schwer, das Suchgebiet einzugrenzen. Kangerlussuaq heißt übersetzt „langer Fjord“. Die Strömung könnte Hasemann in dem 170 Kilometer langen Gewässer weit weg oder sogar hinaus ins Polarmeer getrieben haben. Nachdem die Angehörigen die Behörden informiert hatten, schickte die zuständige Polizei in der kleinen Hafenstadt Sisimiut Suchteams aus. Auch aus der Luft wurde mit Hubschraubern nach dem Vermissten oder seinem roten, aufblasbaren Packraft gesucht – bislang ohne Erfolg. Das Wetter Ende Juli war eigentlich gut, der Fjord komplett eisfrei.

Wahrscheinlich ist, dass er mit seinem nur 2,5 Kilogramm schweren Packraft gekentert ist. Das Boot hatte keine Spritzdecke. In dem drei bis maximal fünf Grad kalten Wasser verliert auch ein trainierter Sportler ohne Kälteschutzanzug schnell Kraft und Bewusstsein. Und selbst bei einer Rettung ans Ufer wäre die Ausrüstung, die nicht in wasserdichten Tonnen transportiert wurde, wohl verloren gewesen. „Allein zu einer solchen Tour aufzubrechen, ist immer besonders riskant“, sagt Lutz Müller, der mit seinem Unternehmen Club-Aktiv-Reisen Seekajaktouren auch in Grönland anbietet. „Wir haben dort immer einen ortskundigen Führer dabei.“ Das Wetter könne sich schlagartig ändern. Gerade in einem sehr leichten Boot sei das Manövrieren bei ungünstigen Verhältnissen extrem schwierig.

Die Polizeiinspektion Verden/Osterholz, bei der Hasemann am 18. Juli als vermisst gemeldet wurde, steht in ständigem Kontakt zu den grönländischen Behörden. „Wir haben DNA-Material gesichert und nach Grönland geschickt“, berichtet Marcus Neumann, stellvertretender Pressesprecher der Polizeiinspektion. Wie lange die Suche noch andauern werde, lasse sich schwer voraussagen. Neue Erkenntnisse gebe es bisher nicht.

Quelle : weser-kurier.de/region/nieders…asemann-_arid,928067.html

26. August: ARISS-Kontakt in den Niederlanden

Für den 26. August ist um 11:36 UTC ein ARISS-Kontakt mit dem Space Camp in Noordwijk/Niederlande geplant. Es handelt sich um einen Telebridge-Kontakt, der von IK1SLD in Norditalien ermöglicht wird. Bei dem Funkkontakt mit der Internationalen Raumstation ISS werden die Signale auf 145,800 MHz in weiten Teilen Europas zu hören sein. Der Funkkontakt wird weiterhin auf Echolink über den AMSAT-Node (Nr. 101 377), über den JK1ZRW-Node (Nr. 277 208) und im IRLP-Discovery-Reflektor Nr. 9010 übertragen. Am Space Camp nehmen vom 25. bis 29. August bis zu 25 Kinder im Alter von acht bis 13 Jahren aus vielen europäischen Ländern teil. Die Kinder werden u.a. folgende Fragen stellen: Denken Sie, dass wir alleine im Universum sind (Laura, 12 Jahre)? Gibt es einen Kühlschrank auf der Raumstation (William, 12 Jahre)? Ist es schwer sich auf der Raumstation zu bewegen (Camille, 11 Jahre)? Wie lang dauerte das Astronautentraining (Loic, 10 Jahre)? ARISS ist eine Abkürzung für das Programm Amateur Radio on International Space Station, das es Schülern und Jugendlichen Ermöglicht in Kontakt mit den Astronauten zu kommen. Aktuell ist der Deutsche Alexander Gerst, KF5ONO, an Bord der Raumstation. Darüber berichtet Gaston Bertels, ON4WF, in seiner Funktion als ARISS Chairman Europe.

Quelle DARC

Neue Galileo-Satelliten in falscher Umlaufbahn

Zwei am Freitag gestartete Satelliten für das globale europäische Navigationssystem Galileo sind von ihrer Trägerrakete nicht in der richtigen Erdumlaufbahn ausgesetzt worden. Beobachtungen hätten gezeigt, dass es eine Abweichung zwischen dem Zielorbit und der erreichten Bahn gebe, teilte die Raketenbetreibergesellschaft Arianespace in der Nacht auf Samstag mit.

Ob die Satelliten genügend Treibstoff an Bord haben, um aus eigener Kraft ihre richtige Umlaufbahn zu erreichen, war zunächst unklar. Es liefen weitere Untersuchungen, hieß es. „Das wird kompliziert sein“, sagte der Chef der französischen Raumfahrtbehörde (CNES) Jean-Yves Le Gall der Nachrichtenagentur AFP: „Wir sind dabei zu schauen, ob wir die Situation in den nächsten Stunden retten können.“

„Irgendetwas ist falsch gelaufen“

Die beiden Satelliten waren am Freitagnachmittag an Bord einer russischen Sojus-Rakete vom europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana ins All gestartet. Zunächst hatte es von allen beteiligten Seiten geheißen, der Flug sei nach Plan verlaufen.

Start einer Trägerrakete

Sojus-Rakete bringt „Doresa“ und „Milena“ ins All

ESA: Sojus-Rakete bringt „Doresa“ und „Milena“ ins All

Nach Angaben von CNES-Chef Le Gall fliegen die Satelliten derzeit in einer elliptischen Umlaufbahn in etwa 17.000 Kilometern Höhe. Eigentlich hätten sie auf einer Kreisbahn in einer Höhe von mehr als 23.000 Kilometern unterwegs sein sollen. „Was wir wissen, ist, dass drei Stunden nach dem Start irgendetwas falsch gelaufen ist“, sagte Le Gall. Eine Untersuchungskommission werde sich um die Ursachenforschung kümmern.

Nummer fünf und Nummer sechs

Die beiden in Deutschland gebauten Satelliten sind eigentlich als Nummer fünf und sechs in der Galileo-Konstellation, die Europa in den nächsten Jahren unabhängig von fremder Technik machen soll, geplant. Sie heißen „Doresa“ und „Milena“ – benannt nach zwei Kindern, die einen Malwettbewerb der EU-Kommission gewonnen haben.

Aktuell verfügen nur die USA und Russland über satellitengestützte Navigationssysteme. Beide werden nach Angaben der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) vom Militär kontrolliert und können „bei Bedarf“ – zum Beispiel aus sicherheitspolitischen Gründen – verfälscht oder sogar abgeschaltet werden. Autofahrer, Rettungsdienste und andere zivile Nutzer von GPS-Geräten wären dann aufgeschmissen.

30 Satelliten bis 2020

„Ein zuverlässiges Navigations- und Ortungssystem ist ein Schlüsselelement für die Vernetzung von Verkehrsträgern und die Schaffung eines integrierten Gesamtverkehrssystems“, kommentierte der deutsche Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) den Start am Freitag. Mit Galileo werde Europas Eigenständigkeit auf diesem Gebiet gesichert.

Ursprünglich sollte das europäische Prestigeprojekt mit geplanten 30 Satelliten bereits 2008 an den Start gehen. Wegen Streitigkeiten unter den Partnerländern gab es aber immer wieder Verzögerungen. Ein eingeschränkter Betrieb soll nun ab 2015 möglich sein. Die volle Einsatzfähigkeit ist bis 2020 vorgesehen. Insgesamt wird das System einen zweistelligen Milliardenbetrag kosten. Allein für die Lieferung der ersten 14 Satelliten bezahlt die EU 566 Millionen Euro.

Sojus-Raketen gelten als zuverlässig

Die Nutzung der Sojus-Raketen gilt seit der Ukraine-Krise als politisch fragwürdig. Bisher wurden allerdings noch keine unmittelbar relevanten Auswirkungen auf die Kooperation bei Raumfahrtprojekten bekannt. Sojus-Raketen gelten als zuverlässige Transportmittel, die mittelschwere Lasten kostengünstiger als die großen europäischen Ariane-Raketen ins All bringen. Vom kommenden Jahr an sollen auch europäische Ariane-5-Trägerraketen für den Transport der Galileo-Satelliten eingesetzt werden.

Link:

QUELLE : orf.at

Düstere Zukunft: 2015 stirbt die Mittelwelle

Der Abschied wird lang, doch die meisten Hörer werden ihn verschmerzen können: Einandhalb Jahre werden die meisten Lang- und Mittelwellensender in Deutschland noch senden, dann ist Schluss. Damit verschwindet ein kompletter Übertragungsweg aus der deutschen Rundfunklandschaft.

Bereits im Vorfeld des Starts des Digitalradios DAB+ wurde bekannt, dass nach Auflagen der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) die kostenintensiven Ausstrahlungen auf Mittel- und Langwelle bis Ende 2014 eingestellt werden müssen. Wie ein Sprecher des Norddeutschen Rundfunks gegenüber RADIOSZENE konkretisierte, werde man die Abschaltung der vier NDR-Mittelwellensender so lange wie möglich herauszögern, zum Jahreswechsel 2014/2015 sei dann jedoch endgültig Schluss: „Der hohe Stromverbrauch der MW-Sender ist bedenklich, die Tonqualität der Mittelwellenübertragung für die Mehrzahl der Hörerinnen und Hörer nicht mehr akzeptabel und programmbegleitende Dienste sind mit dieser veralteten Übertragungstechnik nicht möglich“, heißt es.

NDR_Info_Logo_2001Auf den NDR-Frequenzen werden mehrmals täglich Seewetterberichte und nautische Nachrichten, darunter auch Warnmeldungen für die Seefahrt, ausgestrahlt. Während die Seglerzeitschrift „Yacht“ bereits aufgrund der MW-Abschaltung in ihrer aktuellen Ausgabe Alarm schlägt, versucht der NDR zu beruhigen. Das Ende der Mittelwelle bedeute nicht, dass auch der Seewetterbericht verloren geht. Einzig die Reichweite werde sich verringern. Als Ersatz nennt der NDR den Digitalradio-Sendestandort in Kiel, dessen DABplus-Signale von der Kieler Förde bis hin zur Dänischen Südsee empfangbar seien. Im NDR-Programmangebot findet sich auch „NDR Info Spezial“, das die genannten Seewetterdienste ausstrahlt. Außerdem seien inzwischen viele Häfen mit kostenfreien WLAN-Zugängen ausgestattet, wo ebenfalls, etwa über die NDR-Radio-App, Dienste wie das Seewetter gehört werden könnten.

WEITERE INFOS ZUR ABSCHALTUNG FINDEN SIE BEI RADIOSZENE

Amateurfunk aus dem Mondorbit

Gegen Ende des Jahres werden Funkamateure die Möglichkeit haben, eine ganz besonders weit entfernte Amateurfunkaussendung zu empfangen. Eine Testversion der chinesischen Raumsonde Chang’e 5 soll mit einem Amateurfunksender an Board in den Mondorbit geschossen werden.

Der Mond aus dem Orbit

Der Mond aus dem Orbit

Die chinesische Weltraumorganisation CNSA plant die Testsonde noch vor Ende des Jahres auf eine neuntäge Reise um den Erdtrabanten zu schicken. Die Sonde trägt eine 14kg schwere batteriebetriebene Nutzlast mit dem Namen 4M-LXS welche von LuxSpace entwickelt wurde.

Der eingebaute Amateurfunksender wird auf 145.990 MHz ein JT65B-Signal senden, welches sich mit der kostenlosen Software WSJT empfangen lässt.

Bei erfolgreicher Durchführung der Testmissionen soll Chang’e 5 vorraussichtlich 2017 starten, auf dem Mond landen, Proben nehmen und wieder zur Erde zurückkehren.

Quellen: AMSAT-UK, Xinhua , Amateurfunk-news.com (by tg · 12.08.2014)

zum Internationalen Leuchtturm und Feuerschiff Wochenende 2014, hier ein paar Tolle Bilder

Am Samstag, 16.8. und Sonntag, 17.8. ist es wieder soweit! An diesem Wochenende findet bereits zum 17. Mal das Internationale Leuchtturm und Feuerschiff Wochende auf Kurzwelle statt. Und dieses Jahr gibt es richtig viele Meldungen zur Teilnahme. Gute Chancen also ein paar von den begehrten QSL-Karten mit den tollen Motiven zu ergattern.
( PDF Info : www.qsl.net/dl0mfk/flyer.pdf)

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