Über Elektronik und Amateurfunk
Auf einem längeren Spaziergang habe ich eben darüber nachgedacht, was mir denn am Amateurfunk noch Spaß bereitet. Nun, ich bin kaum auf den Frequenzen zu hören, doch immerhin höre ich hin und wieder gern in die ‘Bänder’ herein. Ich höre meist auf der Kurzwelle, mangels Antennen für 2m und 70cm. Zudem wohne ich im Erdgeschoss und habe keinen Mast.
PSK31 ist eine ntechnisch geniale ‘Betriebsart’ und wäre für mich eine prima Alternative, etwas mitzumischen und ein paar QSO zu ‘fahren’. Leider ist es so, dass dort kaum ein QSO zustande kommt, es sei denn, man bezeichnet das, was sich dort meist abspielt, als QSO. Da werden tagein, tagaus vorgefertigte Texte als Makros auf einen Tastendruck oder Mausklick abgespielt, ohne echten Austausch. Das brauche ich nicht, das ist albern, unattraktiv, um es gemäßigt auszudrücken.
CW – hm wäre eine echte Alternative, weil ich denke, dass dort noch wirklich QSO gefahren wird. Ich vermute, dass dort noch Gespräche stattfinden. Kann ich aber nicht mehr, das Geben wäre mit etwas Übung kein Problem, schon vor der Prüfung war das Hören der Zeichen das Problem.
Bleibt noch SSB. Tja, senden ist mit der bestehenden ‘Antenne’, einer Loop von 2m mal 2m am kleinen Balkon kaum denkbar. Ist ja Erdgeschoss und strahlt in die gegenüber liegenden Häuser ein- . Hören geht, also bleibt es dabei.
Also hören: Na, was da manchmal so unter den OMs ausgetauscht wird, lässt mich oft ausschalten. Auf einer berüchtigten Frequenz im 80-m-Band geht es oft so agressiv zu, dass ich nur mit den Ohren wackeln kann. Oder weiterdrehen.
Beliebt ist zum Beispiel das langatmige Gerede über Störer, welches dann diesen in seinem Tun bestätigt. Anstatt einen Störer zu ignorieren, geben viele OM diesen eine Plattform und züchten sich die Störer selbst heran.
Andere OM und YL gehen netter mit einander um. Etwa so, wie Menschen mit einander umgehen sollten. Dann macht das Hören Spaß. Ach ja, da haben wir ihn gefunden, den Spaß am Amateurfunk.
So ist es wohl: Die Technik ist da, es kommt darauf an, was OM und YL daraus macht. Und das ist leider oft nicht sehr viel.
amateurfunkbasteln.de
dl1dmw.ham-radio-op.net

Senden...
Es ist sicher richtig, dass viele (digitale) QSOs nur aus vorgefertigten Textbausteinen bestehen, aber ist das mit den 08/15 Phrasen, die von manchen in SSB abgesondert werden, nicht genau so? Muss ich, wenn ich meine Station einschalte, unbedingt 10, 20 QSOs im Konteststil abwickeln (meist auch noch mit absolut unbrauchbaren Rapporten!), bevor ich befriedigt den TRX wieder ausschalte? Es zwingt mich niemand, PSK oder RTTY mit vorgefertigten Textbausteinen abzuwickeln, aber gleichbleibende Informationen wie Rigbeschreibung, Locator, Vorlieben etc. kann ich per Funktionstastenbelegung abrufen. Dann bleibt immer noch genug Platz für das ‘handgeschriebene’ QSO, auch für OMs/(X)-YL’s, die nicht topfit auf der Tastatur sind. An der Betriebsart PSK fasziniert mich die QRP-Möglichkeit, wichtig für immer mehr TVI-geschädigte Funkamateure… Ich versuche mich gerade in WSPR einzuarbeiten. Auch diese Betriebsart scheint zukunftsträchtig zu sein. Also funke mal wieder – awdh!